HoMi - Studie

Über die HoMi-Studie

Die HoMi-Studie ist ein sozialwissenschaftliches Projekt, das sich mit der politischen Partizipation und Demokratiebeteiligung von hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten befasst. Der Name "HoMi" ist abgeleitet von "Hochqualifizierten mit Migrationshintergrund".

Folgenden Fragen will sich die HoMi-Studie nähern:

  • Beteiligen sich die Hochqualifizierten mit Migrationshintergrund an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen in Deutschland und wenn ja, in welchem Ausmaß und in welchen Formen?
  • Welchen Einfluss üben sie auf die Meinungsbildung in ihren ethnischen Communities und in der Mehrheitsgesellschaft aus?
  • Und wie stark tragen migrantische Eliten zu Veränderungsprozessen in ihren Communities und in der Mehrheitsgesellschaft bei (beispielsweise zur Verbesserung der Lebens-, Bildungs- und Arbeitssituation)?

Hochqualifizierte mit Migrationshintergrund stellen eine heterogene Teilpopulation der migrantischen Bevölkerung dar. Ausgehend von ihrer Ausbildung und Etablierung in der Gesellschaft haben sie ein selbstverständliches Mitwirkungs- und Gestaltungsinteresse.

Die Einordnung der hochqualifizierten Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund ist auch insofern wichtig, da vor dem Hintergrund des zum Teil demografisch bedingten Fachkräftemangels der Trend der Einwanderung von Fach- und Hochqualifizierten aus dem Ausland nach Deutschland weiter andauern wird.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahl zum 18. Deutschen Bundestag am 22. September 2013 und dem dabei beachtlichen migrantischen Wählerpotenzial wird der HoMi-Studie eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt: Immerhin bilden Wahlberechtigte mit Migrationshintergrund nach Angaben des Mikrozensus 2011 einen Anteil von circa 10% am westdeutschen Wahlvolk.

Doch die politische Mitwirkung an der Demokratie erschöpft sich nicht nur in der wahlsonntäglichen Stimmabgabe. Neben den Wahlen existieren vielfältige weitere Möglichkeiten des politisch-bürgerschaftlichen Engagements und unterschiedliche Formen der Beteiligung an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen. Zu einem vertieften Wissen über diese Formen des bürgerschaftlichen Partizipationsverhalten der migrantischen Eliten zu gelangen, stellt ein weiteres zentrales Erkenntnisinteresse der HoMi-Studie dar.

Auf der Grundlage verschiedener Beteiligungsformen wird die HoMi-Studie die politische Partizipation und Demokratiebeteiligung von hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten messbar machen. Anhand der Untersuchungserkenntnisse werden Möglichkeiten aufgezeigt, die bestehenden politischen Beteiligungsmöglichkeiten für migrantische Eliten noch zugänglicher und attraktiver zu gestalten und ggf. neue Formen der Partizipation zu entwickeln.

Ziele des Projekts

Ziel der HoMi-Studie ist es, Erkenntnisse über die politische Partizipation, zum bürgerschaftlichen Engagement sowie auch zu politischen Präferenzen von Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteigern mit Migrationshintergrund zu gewinnen und diese sowohl einem wissenschaftlichen Fachpublikum als auch der breiten Öffentlichkeit bereitzustellen.

Neben dieser empirischen Bestandsaufnahme ist das Projekt auf zwei weitere Ziele ausgerichtet, durch die eine solide Grundlage für strukturelle Zugänge zu politischer Partizipation geschaffen werden soll:

  • Die Intensivierung der Vernetzungsarbeit mit HoMis und insbesondere mit den (migrantischen) Selbstorganisationen, Institutionen sowie Unternehmen und
  • die Förderung dieser durch Qualifizierung und interaktiven Informationsaustausch unter anderem durch die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Es gilt also nicht nur, eine Forschungslücke zu schließen, sondern darüber hinaus auch bisher kaum oder unzureichend genutzte Potenziale und Ressourcen zu identifizieren und diese zu Gunsten der migrantischen Community und der Mehrheitsgesellschaft zu mobilisieren. In diesem Sinne kann ein vertieftes Wissen über die migrantischen Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger, ihre Netzwerke, Werte, Einstellungen und Meinungen sowie über ihren Wirkungsgrad in ihre migrantischen Communities von Akteuren der Zivilgesellschaft in Deutschland genutzt werden. Von Interesse ist dabei, inwiefern die hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten eine Funktion als change agents für Integration und Partizipation sowohl in ihrer eigenen Community als auch in der Mehrheitsgesellschaft übernehmen.

Ferner bietet das Gesamtprojekt den Sponsoren und Partnern des Forschungsprojektes zugleich eine Plattform für die Öffnung und Vernetzung mit den so genannten HoMis an. In diesem Rahmen soll die Untersuchungsgruppe auch über politische und soziale Mitwirkungsmöglichkeiten informiert werden.

Projektverlauf und die Vorgehensweise

Das Projekt gliedert sich in fünf Phasen auf:

Befragung: In der ersten Phase wird eine empirisch-quantitative Online-Befragung durchgeführt, im deren Rahmen die Untersuchungsgruppe hinsichtlich ihrer politisch-partizipativen Aktivitäten, ihres bürgerschaftlichen Engagement und ihrer Einstellungen befragt werden. Für den Feldzugang werden im Vorfeld Sekundärstudien und soziodemografische Daten zur Zielgruppe ausgewertet und zusammengetragen.

Vernetzung: Die Vernetzung mit Akteuren und Stakeholdern wird im Zuge des gesamten Projekts als Querschnittsaufgabe begriffen. Dies wird vornehmlich über Medienpartnerschaften, Migrantenselbstorganisationen und Vereinen, die von jungen Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger gegründet und etabliert worden sind, erfolgen.

Publikation: Für eine gezielte Ansprache und Adressierung von Stakeholdern des Projekts werden im Laufe des Projekts verschiedene Publikationen veröffentlicht.

Tagung: Nach Auswertung und Publikation der Studienergebnisse wird das Projekt mit einer Tagung finalisiert. An dieser werden mit Vertretern der migrantischen Akteure der Zivilgesellschaft, der Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert werden. Die Konferenz wird den Beteiligten die Gelegenheit geben, strategische Kampagnen anzustoßen und Handlungsoptionen zu entwickeln, die sich explizit den hochqualifizierten Migrantinnen und Migranten widmen. Die Gesamtstudie und insbesondere die Tagung soll ein Anstoß dazu sein, "Betroffene" zu Beteiligten zu machen.

Weitere Forschungsarbeit: Im Nachgang zu der benannten Tagung wird eine Zusammenfassung veröffentlicht werden, welche den Ausgangspunkt der Anschlusskommunikation mit den Akteuren darstellt und weiterführende Schritte anbahnt. Zudem ist geplant, die HoMi-Studie als dauerhafte Forschung im Sinne eines Panels zu etablieren und verwandte Forschungen zu initiieren. In diesem Zusammenhang werden Synergien mit www.endax.de genutzt.

Über uns

Projektträger

Futureorg Institut

Das futureorg Institut ist eine unabhängige Denkfabrik, die Forschungsprojekte zum gesellschaftlichen Wandel durchführt und auf Grundlage der Ergebnisse Verbände, Institutionen, Verwaltungen und Unternehmen berät. Im Fokus der Forschungsarbeit steht die diversitäre Gesellschaft. Das futureorg Institut pflegt zudem das Selbstverständnis eines eigenständigen gesellschaftspolitischen Akteurs, zu dessen zentralen Missionen der Aufbau und die Realisierung einer diversitätskompetenten Gesellschaft gehört. Zur Leistungspalette der Denkfabrik zählt nicht allein die sozialwissenschaftliche Trendanalyse, durch welche der gesellschaftliche Wandel sichtbar und kommunizierbar gemacht wird. Auch die Beratung, das Empowerment zivilgesellschaftlicher Akteure und die Konzeption sowie Durchführung politischer Kampagnen stellen Kernkompetenzen des futureorg Instituts dar.

 

Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Freiheit gemeinsam fördern.

Die Arbeit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit zielt auf die Stärkung des Freiheitswillens der Bürgerinnen und Bürger. Sie will die ideellen Grundlagen des Liberalismus in geistiger Offenheit fördern und den organisierten Liberalismus stärken. Als parteinahe Stiftung steht sie der FDP nahe.

Im In- und Ausland setzt sich die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit für die Förderung der Menschenrechte, der sozialen Marktwirtschaft und Freiheitsverwirklichung ein.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit ist der führende Anbieter für liberale politische Erwachsenenbildung in Deutschland. Auf der Grundlage des liberalen Demokratiemodells führt sie den wertorientierten Wettbewerb um politische Ideen, Konzepte und attraktive Programme. Für die Freiheit sucht sie – trotz vielfältiger Gefährdungen – stets Chancen. Mit ihrer Arbeit hebt sie den Stellenwert von Freiheit und Verantwortung im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Aus der Erkenntnis, dass der Mensch ein soziales Wesen ist, resultiert die sittliche Verpflichtung, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Demokratie lebt vom Mitmachen – nicht vom Zuschauen

In über 60 Projektländern wirbt die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit weltweit mit der Idee der Freiheit für politische Zukunftsgestaltung. In ihren Publikationen zeigt sie klare und eindeutige Alternativen zu staatdirigistischer Politik auf und bezieht Position für die Freiheit als Voraussetzung für Wohlstand und Fortschritt. Sie bewahrt und pflegt das Vermächtnis des Liberalismus, damit auch zukünftige Generationen den unschätzbaren Wert des Liberalismus und seine Tradition kennenlernen können.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit arbeitet dafür, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv in Politik und Gesellschaft einbringen.

Nur wenn der Bürger seine Freiheitsrechte lebt, Verantwortung für sich und andere wahrnimmt, wird gelebte Demokratie Wirklichkeit. Nicht die Hoffnung auf den allmächtigen Staat, sondern die Tatkraft seiner Bürger macht eine Gesellschaft stark und lebenswert.

 

Projektteam

Kamuran Sezer, Institutsleiter, Diplom-Sozialwissenschaftler (futureorg Institut)

Kathleen Brüssow, Research Analyst, Diplom-Volkswirtin (futureorg Institut)

Rukiye Bölük, Research Analyst, Sozialwissenschaftlerin, B.A. (futureorg Institut)

Robbin Böhm, Dipl.Ing. (Fh) Medientechnik (project:inferno)

Für Kooperationspartner

 

Über welche Beteiligungsmöglichkeiten an Entscheidungs- und Willensbildungsprozessen verfügen hochqualifizierte Migrantginnen und Migranten in Deutschland und in welchem Ausmaß werden diese ausgeschöpft? Wie werden Veränderungsprozesse von diesen begleitet und gestaltet? Dies sind bisher kaum oder unzureichend erforschte Themenbereiche, die wir u.a. durch Partnerschaften mit Akteuren der Zivilgesellschaft und verschiedenen (migrantischen) Selbstorganisationen nachhaltig wie dauerhaft erforschen werden.

  • Die HoMi-Studie hat ihr Interesse geweckt und Sie möchten uns mit ihren Ideen, Beiträgen und Netzwerken unterstützen?
  • Sie übernehmen bereits Verantwortung in einem migrantischen Unternehmen oder Verein und sehen eine Verbindung zwischen ihren Leistungen und den Zielen der HoMi-Studie?
  • Sie möchten Akzeptanz für ihre Arbeit und Ideen erreichen und wären gerne mit ihrer Marke bei Publikationen und Veranstaltungen dieses Projekts präsent?
  • Es ist Ihnen wichtig, die migrantischen Eliten kommunikativ zu erreichen und von dieser Gruppe hochqualifizierter Multiplikatoren stärker als bisher wahrgenommen werden?

Dann werden Sie unser Kooperationspartner! Als Kooperationspartner profitieren Sie u.a. von folgenden Leistungen:

  • Kostenlose Teilnahme an Zertifizierungs- und Qualifizierungkursen für Führungskräfte oder Mitarbeiter
  • Nennung als Kooperationspartner in verschiedenen Publikationen
  • Logo und Link auf der HoMi-Website
  • Vernetzung

Sie möchten auch ein Teil des Projekts werden? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf!

Für Medien

 

Die öffentliche Verbreitung der Studienergebnisse erfordert enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Medienformaten. Infolgedessen streben wir Medienpartnerschaften mit deutsch- wie fremdsprachigen Publikationen und Agenturen an.

  • Sie betreiben eine Medienagentur oder engagieren sich anderweitig im Medienbereich?
  • Es ist Ihnen wichtig, die Interessen, Meinungen und Wünsche der Hochqualifizierten mit Migrationshintergrund sichtbar zu machen?

Als Medienpartner der HoMi-Studie erhalten Sie eine Plattform, an der Sie Ihre Beiträge und Leistungen mit neuen Zielgruppen teilen können. Selbstverständlich wird Ihre Publikation/Agentur namentlich und mit Logo auf unserer Website vertreten sein. Sie profitieren von unseren Netzwerken.

Sie wollen mit uns in eine Medienkooperation treten? Dann nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf!

Für Sponsoren

 

Die HoMi-Studie ist so angelegt, dass weitere Sponsoren an der Gestaltung des Projekts mitwirken und dieses begleiten können. Das ist besonders erwünscht, weil hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten aufgrund ihrer Ausbildung, Qualifikationen und Kompetenzen sich vielfältig in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft einbringen können.

  • Sie finden die HoMi-Studie spannend und möchten einen Beitrag zum Erfolg des Projekts leisten?
  • Die Forschungs- und Projektergebnisse sind für Ihre Organisation relevant und von Nutzen?

Wir bieten Ihnen vielfältige Möglichkeiten der Präsentation Ihres Unternehmens an.

Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf, wenn Sie weitere Informationen zum Projekt, zu den Fördermöglichkeiten oder Ihren Vorteilen erfahren möchten!

Kontakt

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Futureorg Institut für angewandte Zukunfts- und Organisationsforschung

Inhaber:
Kamuran Sezer

Anschrift:
Im Defdahl 10c

Kontakt:
Tel.: (0231) 330 278 - 15
Fax: (0231) 330 278 - 10
Mail: ksezer@futureorg.de

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